Der Einfachheit halber anhand des Jabber-Clients Psi.
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Psi installieren
Es gibt auf http://psi-im.org/download Versionen für Windows, Linux und OSX. Der Direktlink zum Download ist für den Windowsnutzer http://prdownloads.sourceforge.net/psi/psi-0.10-win-setup.exe?download.
Wer mit der englischen Sprache nicht so gern auf Tuchfühlung geht, findet auf der Downloadseite auch eine deutsche Sprachdatei für das Programm.Die Installation selbst läuft ab, wie man es unter dem jeweiligen System gewohnt ist… für Windowsnutzer also: die heruntergeladene Datei ausführen, und gegebenenfalls die Sprachdatei in das Verzeichnis schieben, in das Psi installiert wurde.
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Registrierung
Nach dem Start des Programms möchte Psi ein neues Nutzerkonto anlegen. – Mehrere Konten ermöglichen es, daß mehrere Personen am Rechner Psi mit ihren jeweils eigenen Einstellungen benutzen können. Der Name kann beliebig gewählt werden.
Wer noch keine Jabber-ID hat (das heißt: die Zielgruppe dieser Anleitung), macht noch ein Kreuzchen in das Feld “neues Nutzerkonto registrieren”, und klickt auf “Hinzufügen”.
Nun möchte Psi eine Jabber-ID sowie ein Passwort haben.
Und nun komme ich um eine minimale Dosis Theorie nicht herum:
Eine Jabber-ID sieht aus wie eine Emailadresse, und hat die Form Benutzername@Server, beispielsweise fusselwurm@jabber.ccc.de. Um eine neue Jabber-ID anzulegen, muß man sich einen Server raussuchen, ähnlich wie man sich einen Email-Provider sucht. Bekannte Jabberserver sind amessage.de oder jabber.ccc.de. Idealerweise sollte ein Server nicht allzuweit weg stehen (Honolulu ist schlecht), und zuverlässig sein.
Hat man sich einen Server ausgeguckt, denkt man sich einen Benutzernamen aus, und trägt die gewählte Jabber-ID in Psi ein, zum Beispiel labertasche@amessage.at . Das Passwort… (muß ich dazu Worte verlieren?) sollte natürlich schwer zu erraten sein und blabla.Die Registrierung klappt nicht immer und nicht bei jedem Server (wieso auch immer), man probiert halt mehrere durch, bis es funktioniert ;)
Des weiteren gibt es Optionen u.a. für SSL-Verschlüsselung… für den Schnellstart an dieser Stelle nicht nötig, aber generell schon zu empfehlen.
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Spaß haben mit Services…
Wer mit Nutzern anderer IM-Systeme reden möchte (ICQ, MSN, bla) kommt nicht darum herum, sich bei einem sogenannten Transport zu registrieren. Viele Jabberserver bieten Transports an. Diese tun nichts weiter, als den Zugang zu einem Nicht-Jabber-IM-Netzwerk zu ermöglichen, indem sie sich an Stelle des Nutzers bei diesem einloggen, und Nachrichten von und in dieses Netzwerk an den Jabbernutzer weiterleiten.
Unschön: oft genug werden Transports von den Betreibern der Fremdnetzwerke geblockt. Sie stellen daher nur eine Notlösung dar… so lange, bis man seine sämtlichen Kontakte zu Jabber überredet hat.
Transports gehören zu den Services, die Jabberserver anbieten können. Es sind Dienste, die über das “normale” Jabbern (Textnachrichten) hinausgehen.
Man kann Server nach Services durchsuchen (und sich registrieren, indem man über das Psi-Menü
den Punkt “Dienste durchsuchen” anwählt.
Ein Rechtsklick auf den ICQ-Transport, auf “registrieren” gehen, ICQ-Nummer und -passwort eingeben, und fast schon fertig. Der Dienst möchte fürderhin in unserer Kontaktliste auftauchen (als eigener Benutzer), benötigt dafür unsere Erlaubnis, und dreht uns einen Haufen neuer Kontakte an – unsere ICQ-Kontaktliste, juhu.
Nebenbei: Psi läßt sich ohne Hindernisse so einstellen, daß es unter anderem ICQ-Kontakte mit der tollen Blume zeigt, statt mit dem Sternchen.
ICQ-Kontakte haben dabei als Benutzernamen eine Jabber-ID der Form ICQ-Nummer@ICQ-Transport. -
Wieso nicht <insert random IM-service> benutzen?
- Jabber kann etwas, das andere Messaging-Netze nicht können.
Verschlüsselung. Ja, genau.
Mittels GPG (extra zu installieren) lassen sich Gespräche über Jabber sicher verschlüsseln, und zwar die gesamte Strecke von Benutzer1 zu Benutzer2. - Jabber kann vieles mehr, als nur Textnachrichten versenden. Über auf den Jabberservern laufende Services lassen sich über Jabber diverse andere IM-Netze erreichen, oder SMS versenden. Man kann sich auch von mehreren Rechnern aus an seinem Account anmelden, und festlegen, an welchen Rechner die Nachrichten bevorzugt gehen sollen.
- Jabber-Accounts lassen sich auch wieder löschen.
- Jabber ist frei. Es gibt freie (das heißt auch: werbefreie!) Programme dafür. Und wem Programm XYZ nicht gefällt, nimmt eben ein anderes. Kein Konzern der Welt wird versuchen können, dich aus Jabber-Netzwerk auszuschließen, weil er dein Clientprogramm nicht mag; wie es z.B. bei Trillian oder Miranda ab und an mal passiert, daß man sich nicht ins ICQ-Netzwerk verbinden kann, weil AOL/ICQ etwas an der Serversoftware ändert.
- Jabber ist frei. In den Nutzungsbedingungen von ICQ beispielsweise ist vermerkt, daß man sein Copyright über alle Inhalte, die über das ICQ-Netzwerk verschickt werden, aufgibt. Du versendest beispielsweise ein Gedicht über ICQ, und schon gehört es – laut Nutzungsbedingungen – AOL. So einfach ist das.
- Jabber ist frei. Niemand hat die Macht, das Netzwerk stillzulegen. Weil das darunterliegende Kommunikationsprotokoll ein freier Standard ist, und weil jeder einen eigenen Server betreiben kann.
- Jabber kann etwas, das andere Messaging-Netze nicht können.
(Ergänzungen, Kritik, Kommentare?)

