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Sunday, January 20th, 2008 | Author: Fusselwurm

Im 21. Jahrhundert dachten die Menschen, eine bessere Welt zu schaffen.
Sie vergaßen Gott, und vertrauten der Kraft ihrer eigenen Hände.

Da sprachen die Menschen zueinander:
Lasset uns stark sein und uns wappnen!
Und zum Schutz vor den Schwachen schufen sie den fliegenden und den fahrenden Tod, und den Tod in den Tiefen des Meeres.
Sie lernten, den Tod in den Wind zu mischen und in das Wasser.
Und sie hatten Macht, die Welt zu vernichten.
Doch in ihrer Stärke bekamen die Menschen Angst.
Und sie sprachen zueinander:
Lasset uns unabhängig sein und frei!
Und zum Schutz ihrer Freiheit töteten sie ihre Kinder, noch ehe sie geboren waren.
Sie flogen schneller als die Vögel, und schwammen weiter als die großen Fische.
Und sie konnten an die Enden der Erde gelangen.
Doch in ihrer Freiheit wurden sie einsam.
Und sie sprachen zueinander:
Lasset uns das Leben genießen und fröhlich sein!
Und zum Genuß erschufen sie vielerlei Dinge, und es wollte ein jeder alle Schätze der Welt besitzen.
Sie hielten höhnische Reden für schön und machten ein großes Geschrei.
Und es war ein großes Lärmen.
Doch in ihrem Lärmen erstarb ihre Freude.

Und bei alldem arbeiteten sie unermüdlich, und für ihre Waffen und ihre Verantwortungslosigkeit und ihre Verschwendung starb alles Getier, was auf Erden lebt, und in den Wassern. Rauch verdunkelte den Himmel des Tages und Feuer erhellten ihn des Nachts.
Und alles was grün war auf Erden, ging ein in der Hitze, und der Boden wurde unfruchtbar und hart.
Am Ende war die Erde wüst und leer, und der Geist Gottes schwebte über den Wassern.

Category: Gesellschaft  | 5 Comments