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2006-07-08 19:19:36 | Author:

wie kann es sein daß ich träume
wo ich den traum mir verbat
wie kann es sein daß ich kämpfe
der den kampf verloren hat

wie kann es sein daß ich liebe
die mich nicht lieben will
wie kann es sein daß ich hoffe
und nicht mehr schweige still

wie kann es sein daß ich glaube
und alles dagegen spricht
wie kann es sein daß ich stehe
trotz gegenwind fall ich nicht

wie kann es sein daß ich sicher bin
wie stark ist es und rein
ich weiß jetzt daß ich liebe
ich muß gesegnet sein

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2006-07-08 19:18:33 | Author:

ich schreie in den wind mein lied
er fetzt meine lippen, und blut
fliegt mit den tönen
wohin, ich weiß es nicht.

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2006-07-08 19:18:12 | Author:

laßt die blätter glänzen
den reigen des windes tanzen
und den zahn der sonne spüren
so daß sie leben atmen
erde krallen sollen die wurzeln
und tief graben
so daß sie leben halten
dort, wo wüste gähnt

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2006-05-29 20:39:32 | Author:

fragte die Rose den Finger.

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2006-05-14 09:16:36 | Author:

A red glow lurking beyond the edge of a cloud
What may it be, what’s it about?
Surprise! The moon’s coming forth, sheds her disguises
Above the mists of the world the blood-stained light rises.

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2006-04-07 16:35:47 | Author:

What about the moon?
I saw her shine today
Far away from the sun
They never touch
Lest she fadeth

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2005-05-29 19:45:00 | Author:

im Alten Pfarrhaus zu Wanzka am 2005-05-07 18:30 +0200


Ein Sonnabend war's, wir spielten Volleyball auf grünem Feld.
Und wie wir da so spielen, ein Schatten auf uns fällt.

Siebzehn Uhr, so ruft es, der Tischdienst her zu mir!
Fünf arme Seelen stöhnen im Geist vereint mit mir.

Abendbrot um sechse! Ab in die Küche, Marsch!
Die andern spielen weiter, und wir, wir sind am Arsch.

Der Zweck des ganzen, sei gesagt, ward uns nicht vorenthalten.
Uns oblag es nun, den Abend zu gestalten.

Wir hatten uns jetzt tagelang im Geist mit Gott beschäftigt
und mit Mut und Überschwang uns geistlich sehr gekräftigt.

Nun, so befand man, wäre es doch an der Zeit sich auch -
nachdem der Kopf Nahrung bekam - zu stopfen voll den Bauch.

Ein Festmahl sollt es geben, mit allem drum und dran.
Ein Festmahl sondergleichen - dann fing die Arbeit an.

Dekoriert wurde der Tisch mit bunten Servietten
und säuberlich zurechtgelegt Besteck an allen Ecken.

In der Küche ward derweil geackert und geschuftet.
Geschnitten, gebacken und gebrutzelt: und alles herrlich duftet.

Souverän hielt Judith hier das Zepter in der Hand
sie gilt bei uns seit dieser Fahrt als bester Koch im Land.

Als dann am End doch noch die Essensglocke klang
war es halb sieben - der Küchendienst serviert den ersten Gang:

Eine Suppe; Nudeln drin und Bällchen, der Magen war noch leer.
Es schmeckte uns vorzüglich, wir wollten aber mehr.

Mit scharfen Messern kleingeschnitten die rötesten Tomaten,
Käs' und Zwiebeln drangemischt, damit es wohl gerate

und köstlichen Salat ergebe, den man zum Brot dann ißt,
bei dem vor lauter Freude das Kauen man vergißt.

Zwischen den Gängen kleine Pausen, Gesang und Vortrag gibt es da;
den Hasen und den Löwen stellt Marco trefflich dar.

Dann gab es feine Flügelchen von  federreichem Vieh
Der Geschmack von Haut und Knochen war so gut wie nie.

Und andres Fleisch, ich glaube Kassler, und Nudeln sah ich stehn.
Von ganzem Herzen speisten wir, kein Ende war zu sehn.

Ananas, zerteilt in Scheiben, mit Birnen man vereint,
mit Käsestückchen dann serviert - mein Gaumen hat geweint

vor lauter Freude - ihr versteht - und es bestand Gefahr
daß nach Genüssen dieser Art im Bauch kein Platz mehr war.

O weh! Und es kam noch etwas, und wollt gegessen werden:
Schokocreme, ganz wunderbar. Bei manchen gab's Beschwerden:

Hatten sie doch - diese Gier! - schon allzuviel verschlungen
und schenkten diesen Höhepunkt dem Nachbarn - notgedrungen.

Das Festmahl ist zu Ende, der Abwasch steht bevor:
Fünf arme Seelen stöhnen vereint mit mir im Chor.

v0.4d

thanks to: Nomisum, Sophie, Zucki, Christoph, Inka

ein Fehler:
* reihenfolge der ersten beiden gänge vertauscht; erst kam der salat, dann die suppe.

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2004-12-10 15:37:17 | Author:

Aus der Mottenkiste eines Chatlogs mit Thilo ausgebuddelt: Ein Gedicht zum 18. Geburtstag von AnnO und Julia. Ich halt’s wie immer: Postdatum wird der Tag an dems geschrieben ward. — Moritz, 2007-07-22

Vorbei sei jetzo alles Leiden:
Achtzehn Jahre sind verstrichen,
du darfst wen du willst nun ehelichen.
Ohne Begleitung auch am Steuer bleiben
(ich werd demnächst die Straßen meiden),
Nachts gewagte Fummel tragen
Und die Mami darf nix sagen.
Alles kannst du tun und lassen
(Willst den Gedanken noch kaum fassen?).

Kurzum, geöffnet sind die Tore,
Süße Freiheit ziehet ein:
Für jede Scheiße die du baust
Ist die Verantwortung jetz dein.

Hach, wer würde da nicht neidisch
der dein blühend Leben sieht
wie es elegant-geschmeidig
lustig seiner Wege zieht.

Doch zuvörderst laßt uns feiern
dieses achtzehnte der Jahre
und so versuchen zu verschleiern
daß es auch ein Schritt – zur Bahre.

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2004-02-14 00:00:14 | Author:

Der Deppensong

wir sind die deppen
wir machen scheiße pur
wir sind die deppen
von skill ist keine spur

so oft haben wir verloren
so oft probierten wir es wieder
so oft gabs schon heiße ohren
so oft mähten sie uns nieder

wir sind die deppen
wir machen niemals halt
wir sind die deppen
und wer’n dabei  nicht alt

haben wir uns dann beraten
und ist der plan auch wirklich gut
starten wir zu großen taten
uns fehlt es wirklich nicht an mut

wir sind die deppen
und treffen fällt uns schwer
wir sind die deppen
reicht uns mehr muni her!

und so starten wir bepackt
mit gar tückischen  granaten
meist wird die Runde dann verkackt
weil die würfe schlecht geraten

wir sind die deppen
unsre Waffe heißt Ha-E
wir sind die deppen
und tun uns selber weh

sind am bombspot angekommen
haben fleißig uns versteckt
fussel sieht den gegner kommen
und schon ist er verreckt

wir sind die deppen
die granate in der hand
wir sind die deppen
hats den fussel überrannt

im teamspeak geht geschreie los
einhellig ist die meinung:
was macht der blöde fussel bloß
der steht wohl auf der leitung

wir sind die deppen
und jetz gehn wir ab
wir sind die deppen
marschiern sofort ins grab

der thilo ist der nächste,
vor lauter blinder wut
vergißt er wieder mal das beste:
auf kopf zu zielen wäre gut.

wir sind die deppen
wir sagen es ganz laut
wir sind die deppen
und unser aiming is versaut

nun geht es los das trauerspiel:
jetzt bricht der sturm herein
dem grobie wird es fast zuviel
da trifft verstärkung ein

wir sind die deppen
timing ist nie verkehrt
wir sind die deppen
wenn man magazine leert.

marc und joerich, diese zwei
haben mutig eingegriffen
dem tobi hilft das gar nix mehr
den hat die manni mitgerissen

wir sind die deppen
und eins ist uns klar
wir sind die deppen
die runde gleich verloren war.

da stehen noch die letzten zwei,
der feind sie tückisch nun umschifft
mit ihnen ist es jetzt vorbei :
ein messer sie von hinten trifft

wir sind die deppen
wir schreien viel zu sehr
wir sind die deppen
schritte hört keiner mehr.

verloren ist die runde, doch
statt hilflos jetzt zu weinen
wird die parole ausgegeben :
„von nun an heißt es schweigen“

wir sind die deppen
und verlieren eine kunst
wir sind die deppen
und alle lieben uns
Moritz Schmidt // Fusselwurm 2004-02-14
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